Strahlenmessung bei den Neckar-Castortransporten 2017

Messprotokoll zur Strahlenmessung von Jürgen Böhringer (www.boehri.de)

b_300_0_16777215_00_images_artikel_news_strahlenmessung.jpgJ. Böhringer führte bei allen drei Transporten eigene Strahlenmessungen (Gamma- und Neutronenstrahlung) durch. Er hat die Ergebnisse dokumentiert und mit den Messungen der LUBW (Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg) verglichen. Überraschend und erschreckend nach seinen Ergebnissen ist, dass die Neutronenstrahlung wirklich so stark erhöht ist.
Auch wenn von der Politik eine derartige Belastung als "dem Bürger zumutbar" erachtet wird, muss man sich immer wieder klar machen:

  • Würde das radioaktive Inventar ohne Abschirmung (Castor) einem Menschen gegenüberstehen, so würde er binnen kurzer Zeit die tödliche Strahlendosis erhalten.
  • Gelangt das radioaktive Inventar dagegen in die Biosphäre so ist es kaum zu vermeiden dass die radioaktiven Stoffe von Menschen aufgenommen werden. Hier reichen, aufgrund der hohen Bestrahlungszeit, bereits minimale Mengen für eine tödliche Dosis.
  • Ob, bei einer Endlagerung das oben genannte Szenario wirklich dauerhaft verhindert werden kann ist sehr fraglich und auch wissenschaftlich hoch umstritten.
  • Die in Fukushima in den ersten Monaten freigesetzte Menge an Radioaktivität beträgt in etwa der Menge eines viertel Castor-Behälters..
  • Atomenergie ist und bleibt unbeherrschbar und bedroht viele Menschenleben: Bei der Gewinnung des Urans (radioaktiver Staub), beim Betrieb der Reaktoren (Emissionen, Gefahr einer Reaktor-Katastrophe) und bei der Lagerung.

Hier kann der Bericht online gelesen werden:
Messprotokoll zur Strahlenmessung bei den Neckar-Castortransporten 2017
http://www.boehri.de/publications/Strahlenmessung_beim_Neckar-Castor_2017.pdf