Neckar-Castoren: Update

Das Bündnis Neckar castorfrei informiert über die nächsten Schritte der umstrittenen Castor-Transporte auf dem Neckar

b_300_0_16777215_00_images_artikel_news_170711-Anlegestelle-Obrigheim.jpg(Pressemitteilung 18.07.2017) Mit unserer heutigen Pressemitteilung informieren wir über unsere Einschätzung der Situation vor dem zweiten geplanten Neckar-Castor-Transport.

Die Beladung der nächsten drei Castoren (Castoren 4 bis 6)

Wir gehen davon aus, dass letzte Woche vermutlich der dritte und damit letzte Castor für den zweiten Transport beladen wurde. Die Transportvorbereitung dürften damit weitgehend abgeschlossen sein. Der zweite Transport könnte somit vermutlich jederzeit starten, sobald die drei für den Transport notwendigen Wasserfahrzeuge wieder aus ihrer Parkposition in Neckarwestheim nach Obrigheim gefahren sind. Nach unserer Einschätzung werden die Schiffe in Obrigheim vermutlich wieder nachts beladen werden, um dieses Mal einen kompletten Tag gegenüber dem ersten Transport einzusparen. Wir fordern die EnBW auf, auf riskante Nacht-Beladeaktionen zu verzichten.

Zeitpunkt des zweiten Transportes

Der Zeitpunkt ist wieder geheim. In der Gesamteinschätzung verschiedener Beobachtungen erwarten wir ihn am ehesten nächste Woche.

Probleme mit dem Wenden des Schubverbandes

Wir kritisieren die riskante Art, wie der Schubverband nach der Abfahrt in Obrigheim gewendet wird, wobei das Lastschiff (Lastdrager 40) völlig von den Schubschiffen Edda und Ronja abgekuppelt wird. Dabei wurden Ort und Umsetzung des Manövers schon mehrmals verändert, völlig im Gegensatz zu den Beteuerungen der EnBW, alles sei gut geplant und geübt. Tatsächlich wird freihändig improvisiert.

Baggerarbeiten

Direkt vor den Probefahrten, nach den Probefahrten und jetzt zum dritten Mal letzte Woche ließ die EnBW Bauarbeiten an der Schiffsanlegenstelle in Obrigheim durchführen. Dabei wurde mindestens drei Tage lang im Fluss direkt an der Anlegestelle gebaggert mit einem Bagger-Ponton und dem Lastschiff MS 99 der Fa. Hülskens Wasserbau. Aktuell befinden sich diese Bauschiffe noch immer vor Ort. Wieso sind hier also zum dritten Mal Nachbesserungen an der Anlegestelle notwendig? Das belegt, wie windig die Behauptungen der EnBW sind, alles sei sicher, gut geregelt und gut geplant. Wir vermuten, dass man den Uferbereich vertieft hat, um den überlangen Schubverband nun wieder direkt am AKW wenden zu können.

Proteste und Aktionen

Wenn die Politik versagt, müssen die Bürger selbst aktiv werden. Genau das haben am 28.6. sowohl die Demonstranten in Heilbronn und sonst an der Transportstrecke gemacht, und werden das auch bei den weiteren Transporten tun. Besonders wichtig war das Engagement der Kletterkünstlerinnen und -künstler in Bad Wimpfen und Heilbronn-Horkheim.

Für die nächste „heiße“ Fahrt von Obrigheim nach Neckarwestheim laden wir zu einer zentralen Mahnwache und Protesten nach Lauffen ein. Den genauen Termin veröffentlichen wir auf den bekannten Wegen sofort, sobald wir den definitiven Transport-Termin abschätzen können.

Zusätzlich laden wir für den Samstag 22.7.17 um 17 Uhr zu einem Protest-Spaziergang nach Lauffen ein, Treffpunkt ist ab 16:30 Uhr am Postplatz, Kundgebung um 17 Uhr, anschließend Anti-Castor-Spaziergang.

 

 

 

www.neckar-castorfrei.de