Einladung zu vorbereitendem Demo-Tourismus

(anti-atom-aktuell Nr. 260-261 Castor 2.017) Die EnBW hat nach ihren eigenen Angaben mehrere Jahre lang untersucht, welches von den Alter­nativen Schiene, Straße oder Neckar der beste Transportweg ist, und will jetzt den Schiffstransport. Das grüne Umweltministerium hat der Version ‚Neckar‘ zugestimmt. In Neckarwestheim wird im Frühjahr 2017 die neue Schiffsanlegestelle für den Transport fertig gebaut sein.

b_300_0_16777215_00_images_artikel_staustufe-gundelsheim.jpgDie 15 Castoren sollen laut den EnBW-Planungen in fünf Transporten mit jeweils drei Castoren auf „unsinkbaren Schiffen“ durchgeführt werden. Jeder Transport wird 1,5 – 2 Tage dauern. Die Transportstrecke auf dem Neckar sind 50 km. Es gibt 6 Schleusen und viele Brücken: 35, um genau zu sein. Darunter ist eine Autobahnbrücke, drei Eisenbahnbrücken, Straßen, Wege und eine Rohrleitung mit einem Steg. Ein Argument für den Neckar war übrigens, dass bei den bisherigen Straßen/Schienentransporten viele Störaktionen erfolgt sind. Dies sei bei einem Schiffstransport auf dem Neckar nicht möglich. Aha.

Also zur Vorbereitung: direkt neben dem Neckar verläuft auch die Bahnstrecke. Zwischen Mosbach/Neckarelz und Kirchheim liegen die Bahnhöfe zur Transportstrecke, mit Regionalzügen sind sie gut erreichbar. Von Kirchheim, Lauffen, Heilbronn, Gundelsheim und so weiter könnt ihr jeweils Exkursionen und Ausflüge an die Neckar-Transportstrecke machen. Direkt am Neckar gibt es auch einen sehr schönen Radweg.

Für Eure Planungen: es können interessante Wochenendausflüge und Urlaubstage im „goldenen Herbst“ oder im Frühjahr 2017 am Neckar zwischen Obrigheim und Kirchheim/Neckarwestheim verbracht werden. Schöne Gegend und gute Möglichkeiten, sich kulinarisch zu verwöhnen und dabei Örtlichkeiten kennenzulernen.

Wir werden euch auf der Homepage Informationen und Materialien zum geplanten Castor-Transport zur Verfügung stellen. Wir freuen uns mit Euch auf ein spannendes anti-AKW-Atomjahr 2017!


Schleusen: